MANUELA BOÉ Freude am Schreiben Home Die Autorin Lissabon Kizomba Der Roman Medien -Feedback Impressum
aus dem Kapitel: Im Rhythmus der Stadt Es sind weite Wege und nicht unbedingt die schönsten der Stadt. Also verbinden die Drei das Nützliche mit dem Angenehmen. Das funktioniert nun schon besser und sie werden sich schnell einig: Heute geht es endlich in die Altstadt und an die blaue Mittellinie der Stadt – den Tejo. Die Prachtstraße der Baixa führt geradewegs dorthin, zu dem großen Fluss, der sich an Lissabon voller Anmut schmiegt. Die sonnendurchfluteten Straßen begrüßen nun drei fröhlich wandernde Touristen. Alles liegt in den weichen, gelbsonnigen Farben des Mor- gens und jedes Haus, jeder Stein, jede Geste der Ladenbesitzer scheint sie einzuladen zu einem Frühlingsspaziergang. Das geschäftige Treiben beginnt erst, die Stadt wacht langsam auf. Conni genießt die warmen Sonnenstrahlen auf ihrem Gesicht und weiß, dass dieser Moment als eine schöne Erinnerung bleiben wird. Aufgehoben für kalte Wintertage, die mit Sicherheit kommen werden und denen man wohl kaum auf Dauer entrinnen kann. Aber jetzt sind sie hier im Land der Sonne und des funkelnden Wassers. Die Wellen des starken, breiten Tejo glitzern im Sonnenschein und grüßen die Vorbeiziehenden schon aus der Ferne, im herrlichen Kontrast zur weiß erstrahlenden Architektur am Ufer des Flusses. Ein riesiger Platz macht den Blick frei zu diesem gewaltigen Strom, dessen Ende in der Unendlichkeit versiegt und die Drei träumen lässt vom Meer, rau- schenden Wellen und dem Ursprung allen Seins. Eine barocke Freitreppe führt direkt ins Wasser hinein. Es ist wundervoll, hier zu stehen und die Wellen fast bis an die Fußspitzen plätschern zu lassen. Die Sonnenstrahlen funkeln auf dem Wasser, Möwen singen dazu ihr Lied und die Ruhe dieses Augenblicks genießt jeder, der an dieser Stelle ankommt. Jegliches ausgesprochene Wort wäre an dieser Stelle zu viel. Der Eine sitzt auf der Balustrade und träumt sich, Beine baumelnd, in den Tag hinein, ein Anderer summt sein Liedchen leise vor sich hin oder man steht oder sitzt einfach auf der Treppe, so wie Conni, Nina und Ole und hält diesen Moment des Glücks gefangen. Auf dem Tejo selbst herrscht schon geschäftiges Treiben. Boote fahren ein. Ausflügler in ihren Luxusjachten kreuzen die Blicke der Träumenden und nehmen Fahrt auf die gewaltige Brücke, die am Horizont rot leuchtet und die beiden Ufer des Flusses miteinander verbindet. Am Ende der Brücke steht ein ähnliches Monument wie in Rio de Janeiro, die Christusstatue mit weit geöffneten Armen, weithin zu sehen. Conni kann sich an diese kleine Geschichte des Taxifahrers erinnern: Die Parallelen sind gewollt und sollen Frieden und Eintracht verkünden. Menschen finden zueinander, sind willkommen. Egal, woher sie auch kommen.
Leseprobe
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aus dem Kapitel: Im Rhythmus der Stadt Es sind weite Wege und nicht unbedingt die schönsten der Stadt. Also verbinden die Drei das Nützliche mit dem Angenehmen. Das funktioniert nun schon besser und sie werden sich schnell einig: Heute geht es endlich in die Altstadt und an die blaue Mittellinie der Stadt – den Tejo. Die Prachtstraße der Baixa führt geradewegs dorthin, zu dem großen Fluss, der sich an Lissabon voller Anmut schmiegt. Die sonnendurchfluteten Straßen begrüßen nun drei fröhlich wandernde Touristen. Alles liegt in den weichen, gelbsonnigen Farben des Mor- gens und jedes Haus, jeder Stein, jede Geste der Ladenbesitzer scheint sie einzuladen zu einem Frühlingsspaziergang. Das geschäftige Treiben beginnt erst, die Stadt wacht langsam auf. Conni genießt die warmen Sonnenstrahlen auf ihrem Gesicht und weiß, dass dieser Moment als eine schöne Erinnerung bleiben wird. Aufgehoben für kalte Wintertage, die mit Sicherheit kommen werden und denen man wohl kaum auf Dauer entrinnen kann. Aber jetzt sind sie hier im Land der Sonne und des funkelnden Wassers. Die Wellen des starken, breiten Tejo glitzern im Sonnenschein und grüßen die Vorbeiziehenden schon aus der Ferne, im herrlichen Kontrast zur weiß erstrahlenden Architektur am Ufer des Flusses. Ein riesiger Platz macht den Blick frei zu diesem gewaltigen Strom, dessen Ende in der Unendlichkeit versiegt und die Drei träumen lässt vom Meer, rau- schenden Wellen und dem Ursprung allen Seins. Eine barocke Freitreppe führt direkt ins Wasser hinein. Es ist wundervoll, hier zu stehen und die Wellen fast bis an die Fußspitzen plätschern zu lassen. Die Sonnenstrahlen funkeln auf dem Wasser, Möwen singen dazu ihr Lied und die Ruhe dieses Augenblicks genießt jeder, der an dieser Stelle ankommt. Jegliches ausgesprochene Wort wäre an dieser Stelle zu viel. Der Eine sitzt auf der Balustrade und träumt sich, Beine baumelnd, in den Tag hinein, ein Anderer summt sein Liedchen leise vor sich hin oder man steht oder sitzt einfach auf der Treppe, so wie Conni, Nina und Ole und hält diesen Moment des Glücks gefangen. Auf dem Tejo selbst herrscht schon geschäftiges Treiben. Boote fahren ein. Ausflügler in ihren Luxusjachten kreuzen die Blicke der Träumenden und nehmen Fahrt auf die gewaltige Brücke, die am Horizont rot leuchtet und die beiden Ufer des Flusses miteinander verbindet. Am Ende der Brücke steht ein ähnliches Monument wie in Rio de Janeiro, die Christusstatue mit weit geöffneten Armen, weithin zu sehen. Conni kann sich an diese kleine Geschichte des Taxifahrers erinnern: Die Parallelen sind gewollt und sollen Frieden und Eintracht verkünden. Menschen finden zueinander, sind willkommen. Egal, woher sie auch kommen.
Der Roman